08.11.2018

Gut und gemeinsam leben in Sendenhorst – in jedem Alter!

Auftakt für Projekt »GUGL« der Laumann-Stiftung mit Bürgern für die Bürger

Großer Bahnhof für »GUGL«: Im Beisein von Stifterin Rita Laumann, Bürgermeister Berthold Streffing, Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann und Studierenden der FH Münster wurde das Projekt "Gut und gemeinsam leben in Sendenhorst – in jedem Alter!" vorgestellt.

»GUGL« – „Gut und gemeinsam leben in Sendenhorst – in jedem Alter!“; Der Name des Projekts ist Programm. Der Zusammenhalt der Generationen ist die Basis für Familien, für Nachbarschaften und letztlich für das Gemeinwesen. Aus dieser Gewissheit heraus unterstützt die „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung“ anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens ein Mitmach-Projekt, das das Leben und das Miteinander der Generationen fördern und ein Plus an „Lebensqualität für die Menschen in Sendenhorst und Albersloh bringen soll“, erläuterte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann bei der Vorstellung des Projekts im Beisein von Stifterin Rita Laumann.

»GUGL« lebt von der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger in Sendenhorst und Albersloh. Die Stadt Sendenhorst, die das Projekt laut Bürgermeister Berthold Streffing als Chance sieht und unterstützen will, und die Fachhochschule Münster, die die wissenschaftliche Begleitung übernimmt, sind zwei starke Partner des Projekts. Zudem sind das Pflege- und Betreuungsnetz St. Elisabeth-Stift gGmbH und das St. Josef-Stift mit im Boot.

Die Veränderungen durch den demografischen Wandel bedeuten auch für Sendenhorst eine große kommunale Gestaltungsaufgabe. Die Stadt ist beliebt bei jungen Familien. „Durch das Aufrücken der großen Babyboomerjahrgänge (1955 – 1964) und eine höhere Lebenserwartung wird aber auch in Sendenhorst und Albersloh bis zum Jahr 2040 jeder Dritte über 65 Jahre alt sein und jeder Achte sogar über 80 Jahre“, legte Prof. Dr. Mirko Sporket von der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen, dar.

Ziel des Projekts ist es, die Voraussetzungen für ein gelingendes Altern in Sendenhorst und Albersloh zu schaffen und dabei die Bedürfnisse aller Altersgruppen – junge wie alte – in den Blick zu nehmen. Dabei geht es um Lebensqualität, Teilhabe am öffentlichen Leben und Selbstbestimmtheit in den Handlungsfeldern Wohnen, Teilhabe, Gesundheit, Infrastruktur, Bürgerschaftliches Engagement und Freizeit. „Es wäre ein schöner Erfolg, wenn es zum Beispiel gelingt, einsame Menschen aus ihrer Isolation zu holen, Versorgung auf kurzen Wegen zu organisieren, oder wenn das Verständnis für Menschen mit Demenz wächst“, so Markus Giesbers vom Projektteam.

Bei einem ersten Besuch in Sendenhorst machten sich die Studierenden der Fachhochschule ein Bild von Sendenhorst und Albersloh.

Die Umsetzung des Projekts lebt von den Ideen der Bürgerinnen und Bürger für ihren Ort und ihr Wohnquartier. Darüber hinaus sind auch die Stadt, die Kirchengemeinden, Vereine, Verbände und Institutionen mit einbezogen. Herzstück des Projekts ist im Herbst und Winter eine schriftliche anonyme Bürgerbefragung. Studierende machen zudem eine Bestandsaufnahme, was es bereits an Angeboten gibt. »GUGL« soll keine Konkurrenz dazu werden, sondern soll ein i-Tüpfelchen sein auf der vorhandenen Vielfalt.

Die Umfrageergebnisse bilden die Grundlage für Bürgerwerkstätten, die im Frühjahr stattfinden werden. Dort werden konkrete Ideen entwickelt und im Sommer erste Projektmaßnahmen in die Umsetzung gebracht. Als Kontaktstelle in der Mitte von Sendenhorst fungiert Angelika Reimers in der Seniorenberatung der „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung“. Rund um die Uhr gibt es Informationen unter www.gugl-sendenhorst.de.

Zum Thema:
»GUGL« – was ist das denn? Mancher denkt bei »GUGL« vielleicht an Omas frisch gebackenen Gugelhupf. Andere fühlen sich an eine Suchmaschine im Internet erinnert. Ob nostalgisch oder digital – beides ist bei diesem Projekt goldrichtig, denn »GUGL« ist ein Projekt für alle Generationen. Die Abkürzung »GUGL« ist abgeleitet aus den ersten Anfangsbuchstaben des Projekts „Gut und gemeinsam leben in Sendenhorst – in jedem Alter!“

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